Osram Licht AG

Verfolgt Osram-Chef Olaf Berlien die richtige Strategie?

Der Leuchtmittelkonzern Osram will sich von klassischen Kerngeschäft mit Glühbirnen, LED- und Energiesparlampen trennen. Stattdessen setzt das Unternehmen auf mögliche Zukunftstechnologien. Geht das gut?

Offenbar versuchen jetzt die Gewerkschaften zu schlichten zwischen Osram und Siemens, also zwischen Berlien und Kaeser. Sie rufen öffentlich "zur Mäßigung" auf. Ob dadurch Siemens zu einem konstruktiven Aktionär für Osram wird?
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.machtkampf-siemens-laesst-bei-osram-wohl-nicht-locker.26520fcd-b799-4fcd-aea6-faf9e959b6ac.html Kai BednarskiAntworten 0

Wie auch immer diese Hauptversammlung ausgegangen ist: Siemens hat Osram einen Denkzettel verpasst. Und allen Aktionären ist jetzt klar, dass Siemens als Großaktionär mit Sitz im Aufsichtsrat zur Opposition im eigenen Unternehmen geworden ist. Wie viel Management-Power geht bei diesem Kampf (Vorstand + Restaufsichtsrat gegen Großaktionär) künftig verloren, der auf das neue Geschäft verwendet werden müsste? Sven PietschAntworten 0

Siemens wollte ja offenbar schon vorher aus Osram aussteigen. Jetzt sollten sie es bei passender Gelegenheit tun. Das dürfte bei den aktuellen Börsenkursen aber wohl in der Tat noch dauern. Daniel LoFiegoAntworten

Siemens hat doch da irgendwie ein komisches Spiel gespielt. Die vorgebrachten Gründe gegen Olaf Berlien scheinen Siemens doch zumindest zum Teil nicht mal selbst zu interessieren. So richtet sich der Vorwurf der schlechten Kapitalmarktkommunikation doch gegen den Finanzvorstand. Doch den wollte Siemens ausdrücklich entlasten.
http://www.welt.de/wirtschaft/article152321718/Siemens-degradiert-Osram-Chef-zum-Lehrling.html Marcel StockmannAntworten 0

Vielleicht hätte der schlechte Osram-Aktienkurs als Hinweis ja genügt als Argument gegen Olaf Berlien. Für diese Einlassung hätte Siemens vielleicht sogar ein paar Aktionäre mehr hinter sich versammeln können. Steffi KrellingAntworten

Siemens vergeigt es Olaf Berlien wegzuschicken. Offenbar haben sich die Siemens-Leute da ganz schön verspekuliert.
http://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Hauptversammlung-entlastet-Osram-Chef-trotz-Siemens-Votums-id36973367.html Thorsten VerhoevenAntworten 0

Aussichtslos war das von Siemens nicht. Vielleicht schließen sich ja noch ein paar Aktionäre auf der HV dem Siemens-Putsch an. Und da nie alle Aktionäre erscheinen, hätte es ja über die Anzahl der abgegebenen Stimmen klappen können. Nils KlammannAntworten

Mit "10 x Ebitda" wollte Joe Kaeser Osram zweieinhalb Jahre vor dem Börsengang bewertet wissen. Wo sind wir heute? Damals machten die zwei Siemens-Töchter Osram GmbH in München und Osram Semiconductors GmbH 816 Millionen Euro Ebitda. Statt bei mehr als acht Milliarden Euro Börsenwert liegt Osram heute bei nicht mal fünf Milliarden. Dabei liegt das Ebitda jenseits der 500 Millionen Euro, die einer Bewertung mit dem zehnfachen Ebitda zugrunde liegen müsste. Ob der geschrumpfte Konzern mit Autoscheinwerfern jemals wieder eine halbe Milliarde verdienen wird, steht in den Sternen. Wer diese Aktie kauft, ist selbst schuld. Mehr Short-Kandidat geht kaum. Dennis ZimmermannAntworten 2

Was soll man da sagen: Während Jefferies das Osram Kursziel bei 60 bis 65 Euro sieht (mit Kurspotenzial bis 80 Euro), sieht Equinet ein Kursziel von 41 Euro. Nichtmal die vermeintlichen Experten sind sich halbwegs über das Zukunftspotenzial von Osram einig. Um es mit Warren Buffett zu sagen: Kaufe nichts, das du nicht verstehst. Marion BraunAntworten 0

Die Zeiten, in denen Osram neben Philipps und General Electric ein Oligopol inne hatte, sind vorbei. Der Technologiewandel von Glühbirnen und Neonlampen hin zu LEDs und OLEDs hat den Markt total verändert. Nicht mehr Licht, sondern Halbleitertechnik ist heute gefragt. Und da speilt nunmal Asien die erste Geige. Zu nennen sind da Hersteller wie Nichia aus Japan, Samsung oder LG Innotek aus Südkorea. Und nicht zu vergessen: China, wo unzählige Hersteller Billig-LEDs produzieren. Die jährlichen Preisrückhänge sind in diesem Geschäft zweistellig. Das Osram da die Reißleine zieht, ist ein später aber konsequenter Schritt. Sorgen sollten sich Aktionäre eher um Philipps machen. Kai HoffmannAntworten 0