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Porsche-Prozess: Viele rechnen mit Verurteilung

IRX.eu hat 120 Prozessbeobachter und Journalisten zum erwarteten Ergebnis des Porsche-Prozesses befragt. Die Hälfte der Antwortenden rechnet mit der Verurteilung eines der beiden angeklagten Ex-Porsche-Manager.

Zum Ende dieser Woche stehen die Plädoyers im Porsche-Prozess an, am 26. Februar 2016 soll das Urteil in dem wohl aufsehenerregendsten Wirtschaftsprozess des Jahres 2016 gesprochen werden. Der richtige Zeitpunkt, um zu erfahren, wie Prozessbeobachter das bisherige Geschehen einschätzen. Und mit welchem Ergebnis sie zum aktuellen Zeitpunkt rechnen.

IRX.eu hat deshalb 120 ausgewählte Prozessbeobachter und Journalisten um ihre Meinung gebeten. Das Ergebnis ist eindeutig.

© dpa / B. Weissbrod

Behalten die antwortenden Prozessbeobachter Recht, darf sich der angeklagte ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking entspannt zurücklehnen. Niemand der Teilnehmer erwartet, dass der Ex-Manager im Sinne der Anklage verurteilt wird.

Anders sieht es nach Meinung der Prozessbeobachter für den zweiten Angeklagten aus, für den ehemaligen Finanzvorstand von Porsche, Holger Härter. Die Hälfte der Antwortenden hält es für wahrscheinlich, dass er im zu Ende gehenden Stuttgarter Strafverfahren schuldig gesprochen wird.

Holger Härter ist von einem anderen Gericht bereits wegen Kreditbetrugs im Rahmen der Porsche/Volkswagen-Übernahme verurteilt worden.

Über das Verfahren an sich gehen die Meinungen der Teilnehmenden deutlicher auseinander. Nur etwa ein Drittel der Antwortenden findet, dass die Staatsanwälte im Laufe des Prozesses viel Neues herausgearbeitet hätten. Drei Viertel der Teilnehmenden gab hingegen an, mit der geplatzten Vernehmung des Porsche-Anteilseigners Wolfgang Porsche gerechnet zu haben.

Das tatsächliche Prozessergebnis wird der Vorsitzende Richter Frank Maurer der zuständigen 13. Großen Wirtschaftskammer des Landesgerichts Stuttgart voraussichtlich am 26. Februar 2016 verkünden. Zuvor, am 18. Februar, wird das Plädoyer der Staatsanwaltschaft erfolgen, am 25. Februar 2016 dann das Plädoyer der Verteidigung.

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