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Solarparc AG: LG Köln lehnt Erhöhung der Barabfindung ab

Im Spruchverfahren zur Bestimmung der angemessenen Barabfindung der ausgeschlossenen Minderheitsaktionäre der Solarparc AG hat das Landgericht Köln die Anträge ehemaliger Aktionäre abgewiesen. 61 Antragsteller haben sich an dem Spruchverfahren beteiligt.

Im Spruchverfahren zur Bestimmung der angemessenen Barabfindung der ausgeschlossenen Minderheitsaktionäre der Solarparc AG hat das Landgericht Köln die Anträge von 61 ehemaligen Aktionäre abgewiesen (Beschluss vom 14. Januar 2016, Az. 91 O 64/12).

Am 23. Mai 2012 hatte die Gesellschaft den Beschluss zur Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Solarworld AG gefasst (Squeeze-out). Die Barabfindung wurde mit 8,59 Euro je Aktie festgesetzt. Die Anträge auf Erhöhung der Barabfindung hat das LG Köln mit Beschluss vom 14. Januar 2016 abgewiesen.

Zur Begründung führt das Landgericht aus, der Ertragswert sei vom Hauptaktionär zutreffend bestimmt worden. Nicht zu beanstanden sei der geplante Ausstieg aus dem Geschäft der eigenen Stromerzeugung, was zu entsprechenden Umsatzrückgängen und in Ermangelung von Folgeinvestitionen frei werdender Liquidität führt. Demzufolge sei auch die – steuerschädliche – Annahme von Vollausschüttungen gerechtfertigt. Im Ergebnis sei damit der durchschnittliche, gewichtete Börsenkurs im Zeitraum von drei Monaten vor der ersten Ankündigung des geplanten Squeeze-out in Höhe von 8,59 Euro je Aktie maßgeblich.

Gegen die Entscheidung können Antragsteller innerhalb von einem Monat Beschwerde einlegen.


Zielgesellschaft:

Solarparc AG (ISIN: DE0006352537 / WKN: 635253)