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Sky Deutschland AG: Fortsetzung mündliche Verhandlung

Im Spruchverfahren betreffend den Ausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze-out) der Sky Deutschland AG durch die Sky German Holdings GmbH wurde am 19. Oktober 2017 vor dem Landgericht München I die mündliche Verhandlung mit der Anhörung der Abfindungsprüfer von Warth & Klein Grant Thornton fortgesetzt.

Im Spruchverfahren zwischen ehemaligen Aktionären der Sky Deutschland AG und der Sky German Holdings GmbH aufgrund des am 22. Juli 2015 beschlossenen Ausschlusses der Minderheitsaktionäre wurde am 19.Oktober 2017 die mündliche Verhandlung vom 12. Januar 2017 mit der Anhörung der Abfindungsprüfer fortgesetzt.

In einer ersten ergänzenden Stellungnahme hatten die Prüfer ihr bereits im Prüfungsbericht niedergelegtes Ergebnis verteidigt. Dagegen hatten verschiedene Antragsteller Einwände erhoben und Fragen gestellt, welche nun behandelt wurden. Streit entbrannte um die Feststellung der Prüfer, dass ungewiss sei, ob sich die Gesellschaft zum Ende der Detailplanungsphase bereits in einem eingeschwungenen Zustand befindet. Die Prüfer hatten dazu in ihrem Bericht Szenariorechnungen angestellt und dazu die Planungsphase um vier weitere Jahre verlängert. Dabei wurden am Markt beobachtete  Wachstumsraten zwischen 4 und 14% zugrunde gelegt, wobei das Risiko (ausgedrückt im Betafaktor) mit höherer Wachstumsrate steigt. Jedoch liegt selbst bei der niedrigsten erwarteten Wachstumsrate von 4% der Betafaktor (nur) bei 0,7. Demgegenüber wurden für die Berechnung der Barabfindung (nur) ein Wachstum von 1,75% aber ein Betafaktor von 0,8 angesetzt.

Die mündliche Verhandlung wird am 14. Dezember 2017 fortgesetzt.


Zielgesellschaft:

Sky Deutschland AG (ISIN: DE000SKYD000 / WKN: SKYD00)

 

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