Situation der CECONOMY AG nach der Abspaltung

Würde gerne mal die Gesellschaften beurteilen wie sie denn nach der Abspaltung stehen. Nur dann kann man den Konglomeratsabschlag beurteilen. Habe die Debatte auch für den anderen Teil beantragt

Gute Idee Mia, habe ich aufgenommen. Und zur Beruhigung Ernst: ich werde die Fragen stellen. Das ist ja der Sinn des Ganzen hier.

Das Thema Haftung ist für mich auch noch eines, das man sich näher ansehen muss. Hier ist es ja so, dass der eine Teil für den anderen grundsätzlich mithaftet und zwar 5 Jahre lang. Heißt das aus Eurer Sicht dann für die Aktionäre der CE, nach 5 Jahren die Sintflut ?
Hauptversammlung 2017Antworten 0

Warum fragt ihr denn nicht danach, wie hoch der Konglomeratsabschlag gesehen wird? Ist doch ganz einfach. Der Kurs ist mal um 9 % nach oben geschossen, aber hat sich wieder angepasst. Also einfach fragen Mia WeberAntworten 0

Je länger ich mich mit dem Thema Konglomeratsabschlag beschäftige, desto eher bin ich mir sicher, dass es wenn überhaupt nicht der alleinige Grund sein kann. Die Kosten stehen wirklich in keinem Verhältnis zu den Chancen, zumindest ergibt sich das für mich aus den bisherigen Überlegungen, aber da kann man den Vorstand ja sicher zu befragen.

Das ist ja das ganze Ziel der Aktion hier. Ich hoffe, dass Hauptversammlung sein Versprechen wahr macht und die Fragen dann tatsächlich auf der HV stellt.

Könnte es denn sein, dass man sich durch die Abspaltung auch irgendwelcher Pensionsverpflichtungen entledigen möchte? Das wurde ja vorhin schon diskutiert. Wäre ja elegant, nach 5 Jahren ist man die Problem los zumindest aus der Sicht der MWFS? Ernst LehmannAntworten 0

Hallo Ernst, es geht nicht nur um die Pensionsverpflichtungen. Ich hab in einem Zeitungsartikel gefunden, dass die Metro beim Einstieg in die MSH eine Garantie für die Eigenkapitalausstattung übernommen haben! Wenn man nun nahezu die ganzen werthaltigen Assets abspaltet und die Pensionsverpflichtungen so weit wie möglich bei der Metro belässt, würde diese zeitlich unbefristete Eigenkapitalgarantie ganz erheblich entwertet. Frank WellerAntworten

Oder es tritt der worst case ein und der ganze Vertrag ist nichtig und die Spaltung geht den Bach runter, weil es im Kern darum geht, die EK-Garantie zu entwerten. Wird interessant, was der Vorstand zu alledem zu sagen hat. Frank Weller

Also gehen die Streitereien zwischen CE und Convergenta in eine neue Runde. Die Metro neu (MWFS) wäre mit der Spaltung raus. Sabine Mueller

Ich frag mich nur, ob das klappt. Denn wenn der Spaltungsvertrag und der komplizierte teuere Umweg der Abspaltung der MWFS vor allem den Sinn hat, den unbefristeten Garantieanspruch der Convergenta zu entwerten, dann ist das ganze Konstrukt darauf angelegt, einem Gläubiger zu schaden. Frank Weller

Ok, wenn es die Garantie überhaupt gibt. Im Bericht hab ich dazu nichts gelesen. Aber wenn es sie gibt, dann wählt man statt der Abspaltung der MKFH den komplizierten und kostspieligen Weg gerade um die EK-Garantie für die Metro neu loszuwerden. Sabine Mueller

Das wäre definitiv so, wenn die MWFS (Metro neu) sich gleichermaßen neben der CE verpflichten würde, für die EK-Garantie grade zu stehen. Das muss auf der HV als erstes geklärt werden. Dann macht die Sache überhaupt keinen Sinn und es werden Unsummen für nichts verbrannt. Frank Weller

Dann schlagen die Risiken der Eigenkapitalgarantie ja voll auf die MWFS-Aktie durch und das Thema Konglomeratsabschlag ist heiße Luft. Außer riesige Spesen nichts gewesen! Sabine Mueller

Nachdem sich Vorstände und Convergenata seinen Jahren bekriegen, kann man das so erwarten. Frank Weller

Convergenta und Kellerhals werden sich das aber bestimmt nicht bieten lassen!? Sabine Mueller

Könnte sein, dass die solche Profis sind. Frank Weller

Ungefähr so, wie wenn der Schlecker "profilaktisch" seine Werte an Frau und Kinder überträgt. Sabine Mueller

Würde schon sagen, dass die Spaltung in erster Linie bezweckt, die EK-Garantie zu entwerten. Dann machen auch die bei der CE abgeladenen Pensionsverpflichtungen Sinn. Ist zwar kein Gestaltungsmissbrauch, weil es nicht um Steuern geht, aber eine geschickte Umgehung der Vertraglichen Verpflichtung, indem man den Schuldner arm macht. Frank Weller

Der Konglomeratsabschlag wäre also in Wirklichkeit vor allem ein Haftungsabschlag wegen der Eigenkapitalgarantie, den die los werden wollen. Die missbrauchen die Spaltung also, um die Eigenkapitalgarantie auszuhebeln = Gestaltungsmissbrauch. Sabine Mueller

Ich sag mal so: wenn man sich ansieht, was die alles in Kauf nehmen an Wertvernichtung und Steuerlasten und Transaktionskosten, dann geht es weniger um Konglomeratsabschlag im eigentlichen Sinn, sondern um die Ausschaltung der Eigenkapitalgarantie. Dass die Metro mit C&C und Real praktisch für die Eigenkapitalgarantie haftet, ist der eigentliche "Konglomeratsabschlag". Frank Weller

Das klingt ja schon nach Gestaltungsmissbrauch, oder?! Sabine Mueller

Naja, wir haben ja schon im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen diskutiert, dass die MWFS-AG jedenfalls für 5 Jahre noch mithaftet. Dann gibt's noch die Möglichkeit einer Sicherheitsleistung. Ich weiß nur nicht, wie die CE-AG die darstellen will, wenn es der CE-Sparte schlecht geht und die 10% an der MFWS (Metro neu) abgekauft sind. Im Bericht sagen sie ja, dass sie nur 1% aus steuerlichen Gründen sieben Jahre halten müssen und den Rest zügig abverkaufen wollen. Im Prinzip sind mit der Spaltung schon mal weit über 90% des Unternehmenswerts der Metro (alt) weg. Frank Weller

Ist das kein Gestaltungsmissbrauch? Sabine Mueller

Hallo Sabine, ich meine schon, wahrscheinlich auch, um Kellerhals zu schaden. Wenn ich den Artikel richtig interpretiere, müsste die Metro der Convergenta GmbH eine entsprechende Garantie eingeräumt haben. Ob das so stimmt, müsste man in der Hauptversammlung mal exakt nachfragen. Frank Weller

Hallo Frank, der ganze Zirkus mit der Vernichtung von Werten und der Grunderwerbsteuer dient also nur dazu, die Eigenkapitalgarantie auszuhebeln? Sabine Mueller

Das der Grund ist, dass man sich von den Pensionsverpflichtungen befreien möchte, kann ich mir nicht vorstellen. Zum einen beträgt m.E. die Nachhaftung für Pensionsverpflichtungen 10 Jahre und zum anderen hätten das die Gewerkschafter im AR niemals mitgemacht....... Da weiß ich worüber ich rede Mia WeberAntworten

Frank WellerAntworten 0

Liebes Aktionärsforum,

toll, dass es Euch gibt. Aber die Plattform ist ganz schön unübersichtlich.

Es ist ja schon einiges zur Situation der CE hier geschrieben worden. Was soll das Ganze? Gibt es überhaupt einen klassischen Konglomeratsabschlag? schließlich ist ja alles Retail-Geschäft. Schlagen die Verluste in Bezug auf die Werte, die durch die Spaltung vernichtet werden (Verlustvorträge, Grunderwerbssteuer) nicht viel stärker zu Buche als der erhoffte Wertzuwachs durch den Abschlag?

Bei der Grunderwerbssteuer ist von Sabine auch die Frage aufgeworfen worden, warum man nicht die Zwischenholding MKFH, unter der die 78% an der MSH mit dem CE-Geschäft hängen, abgespalten worden sind.

Warum gibt man nahezu alle Assets in die neue Metro (MWFS), belässt aber die Pensionsverpflichtungen in der CE?

Alles in allem drängt sich mir der Verdacht auf, man tut nur das Notwendigste, dass die CE nicht gleich Schiffbruch erleidet.

Deswegen meine Prognose: Die CE-Aktie wird nach der Spaltung ein Desaster für uns. Wegen der Vernichtung von Werten wird das die neue MWFS-Aktie never ever wettmachen! Frank WellerAntworten 0

Hallo Frank,

die Abspaltung der MKFH wäre für die Ersparnis der GrunderwerbSt nur dann von Vorteil, weil es in der MKFH und der MSH-GmbH keine Grundtücke gibt. Dazu hab ich im Bericht nichts gefunden. Sie schreiben nur, dass sie die wesentlich komplexere und aufwändigere Struktur gewählt haben, weil sich aus der Satzung der MSH-GmbH Zustimmungsvorbehalte, Vorkaufsrechte und Einziehungsrechte ergäben, die einer Abspaltung der MKFH im Weg stehen (S. 47 im Bericht). Das versteh ich nicht. Sabine MuellerAntworten