Metro AG

Nützt die Aufspaltung der Metro den Aktionären?

Das Düsseldorfer Warenhaus Metro spaltet sich in zwei börsennotierte Gesellschaften für Lebensmittel- sowie Elektrowarenhandel. Hebt das Werte für die Anteilseigner der alten Metro AG?

noch einmal zur frage des nutzens, was haben die den von dem deal. was soll denn genau den konglomeratsabschlag beseitigen oder besser was ist denn die bedingung dafür, dass der beseitigt wird. Ernst LehmannAntworten 0

habe das gerade mal gegoogelt:
"Ein Konglomeratsabschlag ist ein im Börsenhandel zu beobachtender Abschlag auf den mutmaßlichen „inneren Wert“ eines großen Unternehmens, das in unterschiedlichen Sparten tätig ist, also eines großen Mischkonzerns. Solche Abschläge liegen häufig in der Größenordnung von 10 bis 20 %, können aber auch weit darüber hinausgehen.
Der Begriff Konglomeratsabschlag ist anwendbar
in Verbindung mit einer Finanzanalyse beziehungsweise Unternehmensbewertung, die einen Unternehmenswert errechnet und postuliert. Dann kann entweder auf diesen Wert ein pauschaler Konglomeratsabschlag vorgenommen werden, oder ein niedrigerer aktueller Börsenwert wird mit einem mutmaßlichen Konglomeratsabschlag erklärt.
als Erklärung für einen Kursanstieg bei erwarteter oder vollzogener Aufspaltung eines Mischkonzerns. So stieg zum Beispiel die ThyssenKrupp-Aktie im ersten Halbjahr 2006 im Zuge eines entsprechenden Konzernumbaus um ca. 60 %, allerdings unterstützt durch eine insgesamt positive Börsenstimmung.
Ein Konglomeratsabschlag ist also keine Tatsache, sondern eine hypothetische Rechengröße oder eine hypothetische Erklärung für ein Kapitalmarktphänomen. Er steht in Zusammenhang mit vermuteten stillen Reserven auf Konzernebene, die durch eine Aufspaltung des Konzerns freigesetzt („gehoben“) würden oder wurden.
Als Begründung für den Abschlag werden in der Finanzpresse zum Beispiel das komplexere Management von Mischkonzernen[1] und das Nicht-Sichtbarwerden des Wachstumspotenzials einzelner Unternehmensbereiche[2] genannt (siehe auch Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis)

wo sollen denn bei der metro stille reserven liegen? Ernst LehmannAntworten

Das ist ja die Frage, die ich schon aufgeworfen habe. Ich sehe das auch nicht. Vor allem ist das Ganze hier ja komplett absurd. Wenn ich mal von einem KGV von 15 für 2017 ausgehe, findet man so auf finanztreff und dann die Kosten von 100 Mio betrachte, kosten uns die 100 Mio, 1,5 Mrd Bewertung. Das sind bei einer aktuellen Bewertung von 10,5 Mrd fast 15 %!!!!!. Das heißt der Konglomeratsabschlag muss mindestens 15 % betragen, damit wir plusminusnull sind. Das ist doch ein absoluter witz Harald Kaiser

Wozu sich hier eigentlich noch keiner richtig geäußert hat, ist die Frage, wie werden sich die zukünftigen getrennten Gesellschaften entwickeln. Ich habe interessiert mitgelesen, was zu den Verlustvorträgen geschrieben wurde. Aber wie sehr ihr die Entwicklungen der Gesellschaften? Harald KaiserAntworten 0

Habt Ihr einmal hier reingeschaut: https://valueandopportunity.com/2017/01/24/spin-offs-uniper-goal-for-einhorn-metro-agceconomy-complicated-but-maybe-interesting/
Der Spin-Off soll über 20 Mio. € Mehrkosten bringen.
Der Hauptgrund ist angeblich nur, um den MediaSaturn-Gründer Kellerhals loszuwerden. Frank PolaraAntworten 0

Aber die Situation ändert sich doch für Kellerhals durch die Abspaltung gar nicht oder sehe ich da was falsch? Ihm kann doch egal sein, wer sein Mitgesellschafter sind. Michael KohlhaasAntworten

Wo seht ihr denn die Probleme oder Risiken bei der Abspaltung ? Wäre es denn besser die Aktie noch vorher zu verkaufen ? Frank PolaraAntworten 0

Auf den Punkt gebracht enthält der Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat viele Punkte, die einfach nichtssagend sind. Ich habe mal einen Freund von mir gefragt, der als Jurist arbeitet, wieso die da aus seiner Sicht machen. Das Ganze kostet mindestens 100 Mio Euro: Das ist bei dem aktuelle KGV ein Börsenwert von knapp 1 Mrd. Worin seht ihr denn die Vorteile? Michael KohlhaasAntworten

Harald, hast Du das wirklich mal gelesen, was da drin steht. Das ist, vorsichtig formuliert, hohle Luft. Wieso soll ein Unternehmen, wenn es in zwei Teil gespalten wird, auf einmal leichter zu führen sein? Werde morgen mal ein paar Punkte aus dem Bericht hier reinstellen. Dann wisst ihr, was ich meine Jan Whitman

Die liegen doch auf der Hand. Musst nur mal den Spaltungsbericht genau lesen. Da steht wirklich alles drin. Die haben das ganz ausführlich begründet.

https://www.metrogroup.de/investor-relations/hauptversammlung#toc_pageph_0_articlepageph_1_griditem1ph_9ba6cb4b_5_UIContent Harald Kaiser

Habe jetzt mal den Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat zur Spaltung gelesen. Da ist einiges für mich nicht nachvollziehbar. Für mich ist immer noch nicht ansatzweise erklärbar, wieso das so gemacht wird. Es ist schon alleine absurd, dass man den Lebensmittelbereich abspaltet, diesen neu nennt, um ihn am Schluss wieder Metro zu nennen. Warum hat man das denn nicht umgekehrt gemacht? Michael KohlhaasAntworten 0

https://www.metrogroup.de/

Eine Frage habe ich dann aber doch. Wieso ist denn das alles schon online, inklusive der neuen Geschäftsbereiche? Wird darüber nicht erst Anfang Februar entschieden? Was machen die denn, wenn es zu keinem Beschluss kommt oder ist das alles schon entschieden? Harald KaiserAntworten

Na klar, wenn die Großaktionäre dafür sind, wer will denn da noch etwas verhindern.

https://ceco.metrogroup.de/

aber das ist schon wirklich witzig. Da hast Du echt Recht und die Argumente. Da bricht man ja zusammen. Das kann doch nur ein Witz sein:

"Drei klare Gründe

Die Schaffung einer reinen Consumer-Electronics-Plattform würde uns die Handlungsfreiheit geben, unsere eigene Strategie zu verfolgen. Sie basiert auf drei klaren Argumenten:

Erstens würde sie uns die Unabhängigkeit geben, unsere eigene Geschäftsstrategie zu verfolgen und in die Wertschöpfung unseres Unternehmens zu investieren.
Zweitens würde sie dem CECONOMY-Management die Möglichkeit bieten, sich voll und ganz auf die Wertschöpfung zu konzentrieren.
Drittens würde sie uns für alle Stakeholder transparenter machen"

Wieso soll denn das unter dem Namen CECONOMY einfacher machen. Weiß doch kein Mensch was das ist? Es gab doch mal die CE Consumer oder? Gibt es die noch? Ernst Lehmann

Es wundert mich, dass hier noch keine klarere Diskussion unter den Aktionären entstanden ist. In der Hauptversammlung steht etwas auf der Tagesordnung, was den Wert der Aktie für die Aktionäre massiv beeinträchtigen kann. Was sind die Pro's und Con's der Aufspaltung? Wäre ein deal mit MediaMarktSaturn Gründer Kellerhals für die Metro-Aktionäre nicht die bessere Alternative. Ron WoolcastleAntworten 0

Es ist bisher noch gar keine entstanden. Auch in anderen Foren nicht. Habe ich ja schon geschrieben. Verstehe auch nicht warum. Ich schaue mir jetzt mal die Unterlagen für die HV an. Michael KohlhaasAntworten

Hallo Nils,

die Frage stelle ich mir auch. Alle reden ja immer von dem Konglomeratsabschlag, der bei der Metro vorhanden sein soll. Den aufzuheben ist ja das vorrangige Ziel der Abpaltung. Am Anfang scheint das die Börse auch so gesehen haben. Jetzt wohl eher weniger.

So ganz nachvollziehbar ist das für mich aber nicht, wieso auf einmal etwas mehr wert sein soll, bloß weil ich es aufteile. Deshalb bin ich der Meinung, dass die Aufspaltung nur aus diesem Grund keinen Sinn macht.

Was mich wundert ist, dass man da eigentlich überhaupt nichts dazu findet. Habe zumindest nirgends etwas dazu gefunden, dass sich jemand intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Es scheinen sich letztlich alle damit abgefunden zu haben.

Wie ist denn Eure Meinung dazu?

Ich werde mir das jedenfalls auf der Hauptversammlung mal anhören.




Michael KohlhaasAntworten 0

Also dass die Abspaltung zu einer zwangsläufigen Wertsteigerung führt, ist für mich auch nicht schlüssig. Erstmals werden durch sie doch vor allem Kosten erzeugt. Und auch wenn sie dann vollzogen ist, müssen mehr Vorstände etc. bezahlt werden als zuvor. Mich überzeugt das Argument der Wertsteigerung bislang also noch nicht. Ludger BellingheimAntworten

Der Kurs der Aktie ist nach Ankündigung der Aufspaltung erst einmal um 4 Prozent gesunken. Ich glaube auch nicht, dass der Verlust von millionenschweren Verlustvorträgen den Aktionären gefällt. Martin BraunAntworten 0

wie kommst Du darauf, dass die verloren gehen? Michael KohlhaasAntworten

Habe mir das jetzt einmal näher angeschaut. Da ist einiges aus meiner Sicht zu diskutieren. Halte es für sinnvoll, wenn man dies unter einer eigenen Überschrift macht. Bin mal gespannt, wie gut das hier funktioniert. Jan Whitman

ist auch so. Am 30.9. hatten die Verlustvorträge von 2,6 Mrd. bei der Körperschaftsteuer und 3,5 Mrd. bei der Gewerbesteuer. Jan Whitman

Steht im Verschmelzungsbericht. Die Abspaltung hat das zur Folge.
Ursula Jung

Zumindest hat der AU-Chef Steinemann 38.000 Stammaktien im Wert von 1.007 TE (zu 26,50/Stk.) gekauft...
Günter MeermannAntworten 0