HypoVereinsbank

HypoVereinsbank vs. UniCredit

Die Übernahme der Münchener HypoVereinsbank durch die italienische Großbank UniCredit leitete die deutsche Bankenkonsolidierung ein. Zwischen den neuen Herren aus Italien und den Altaktionären der HypoVereinsbank ist seit der Bankenehe reichlich Porzellan zerschlagen worden. Waren die Beteiligungen in Osteuropa wirklich mehr wert, als verbucht wurde?

Hat die Justiz in Österreich zu viel Respekt/Angst vor UniCredit? Der Verdacht kommt mir allmählich. Alfred ZabsAntworten 0

Mich ärgert, dass das Verfahren nun schon fast 10 Jahre andauert! Die nicht erwähnten 3,6 Milliarden, die Verfahren bei der Staatsanwaltschaft und nunmehr auch ein Verfahren vor dem Verfassungsgerichtshof. Ständig gibt es neue Streitigkeiten und Enthüllungen. Und wegen alldem kann das eigentliche Verfahren vor dem Landgericht München nicht weiter gehen. Heike WinkelAntworten 0

Du musst einen Antrag auf Akteneinsicht stellen und ein rechtliches Interesse an der Einsicht deutlich machen. Georg JansenAntworten 0

Weiß jemand wie man an die Akte der Sta kommt???? Erik KnappAntworten 0

Eine Nachzahlung in dieser Größenordnung wäre selbst für eine so große Bank wie UniCredit keine Lappalie. Die Bank hat gerade eine problematische Kapitalerhöhung durchgedrückt. Dazu und zum gesamten Thema ein interessanter Artikel in der neuen trend - https://www.trend.at/ Rainer PetersAntworten 0

Anders sollte es nicht sein. Ganz unabhängig davon, was die WKStA in Österreich mit dem Fall macht, das Gutachten des Fachexperten war eindeutig. Joachim FischerAntworten 0

Ich bin jetzt erstmal gespannt, was der Vorsitzende Krenek beim LG München mit dieser Sachlage machen wird. Ich hoffe natürlich dass die Sache auch für ihn so klar ist, dass die 3,6 Milliarden jetzt in die Bewertung einfließen werden. Waldemar PitkowAntworten 0

Man darf nicht vergessen, dass Unicredit Mitglied der Cash Group ist. Auch da stellt sich wohl kaum einer gegen den anderen. Waechter WaechterAntworten 0

Natürlich nicht; die wollen doch ihre Aufträge von den Banken kassieren! Als Wirtschaftsprüfer ist man vorsichtig was man sagt und tut. Uwe DambacherAntworten 0

Ich zweifel vor allem an der Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfer. Kann mir kaum vorstellen, dass die sich gegen die großen Banken stellen würden. Joachim FischerAntworten 0

Das sehe ich auch so! Zumindest die Staatsanwaltschaft sieht da aber wohl keinen weiteren Handlungsbedarf. Laut bereits zitiertem Artikel hat die WKStA beschlossen, das Verfahren – wie es so schön heißt „nach umfassender Prüfung“ – nicht mehr weiter zu verfolgen. Thomas OverbeckAntworten 0

Dann müsste die Sache doch klar sein in Bezug auf die laufenden Verfahren bei HVB und Bank Austria. Das Geld fehlt offensichtlich bei der Bewertung! Gabi WurlAntworten 0

Wurde tatsächlich eingestellt, aber dann kamen weitere Anzeigen. Und erst dann hat die Staatsanwaltschaft das längst notwendige Gutachten eines Experten in Auftrag gegeben. Der hat dann festgestellt, dass die 3,6 Milliarden bei der Bewertung nirgendwo auftauchen. Alfred ZabsAntworten 0

Ich dachte das Verfahren der StA gegen Bank Austria Verantwortliche wurde schon im letzten Jahr eingestellt? Gabi WurlAntworten 0

Und das ist ein Hammer! Und gehört auf alle Fälle von der Staatsanwaltschaft ermittelt! UniCredit tut so als wäre nichts gewesen. Kein Wunder, laut oben genannten Spiegel Artikel wären das ca. eine halbe Milliarde Mehrkosten für UniCredit. Alfred ZabsAntworten 0

Da gab es auch einen guten Artikel im Spiegel zu: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/unicredit-italiens-grossbank-drohen-neue-lasten-in-millionenhoehe-a-1137818.html Ruediger NordhausAntworten 0

Die 3,6 Milliarden stammen ausm Verkauf der polnischen Tochterbank BPH und da die HVB nach Übernahme der Bank Austria ihr Osteuropageschäft an Bank Austria übertragen hat, spielt dieser Verkauf auch bei der Bewertung der HVB eine Rolle. Von diesem Geld ist in dem Deloitte Gutachten aber nichts zu finden. Sie haben es quasi unter den Tisch fallen gelassen bei ihrer Bewertung. Das sieht der Gutachter der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft aber wohl etwas anders. Waldemar PitkowAntworten 0

Habe nicht ganz verstanden, warum dieser Betrag bei dem Verfahren um HVB eine Rolle spielt. Helmut GerberAntworten 0

Da wird eine Übernahme zum Krimi! Verfolge das ganze von Beginn an. Mir kann keiner erzählen dass 3,6 Milliarden einfach so übersehen werden können. Das macht mich wütend, weil man das Gefühl hat nichts dagegen tun zu können. Waldemar PitkowAntworten 0

Bei der UniCredit geht es spannend weiter. Habe über die Osterfeiertage folgenden interessanten Artikel gefunden: http://derstandard.at/2000055710494/Bank-Austria-Uebernahme-Hedgefonds-Polygon-zeigt-Verfassungsrichter-an Thomas OverbeckAntworten 0

Beim Spruchverfahren HVB gibt es wohl eine neue Entwicklung. Auf Wallstreet-online habe ich etwas gesehen:
http://www.wallstreet-online.de/nachricht/9220840-spruchz-spannende-entwicklung-spruchverfahren-hypovereinsbank-eur-3-6-milliarden-fehlerhaft-beruecksichtigt
Bei der Bank Austria ist wohl ein Teil des Kaufpreises für die polnische Bank BPH S.A. in der Höhe von EUR 3,6 Milliarden noch nicht in die Bewertung aufgenommen worden. Davon müsste ja auch etwas bei der HVB ankommen.
Thomas OverbeckAntworten 0

Hello. Any former institutional shareholders interested in selling their rights, please contact me. info@artannes.com Tim GittosAntworten 0

Liebe Spruchverfahren-Redaktion,

was ist eigentlich aus den Schadensersatzansprüche geworden, welche von den Hedge-Fonds eingeklagt werden sollten? Immerhin handelte es sich um Ansprüche in Höhe von über 13 Mrd. Euro? P. M. WittmannAntworten 0

Dazu müsst es ja dann reichen, wenn das Oberlandesgericht das noch mal irgendwo festhält.
Warten wir doch den Beweisbeschluss ab – oder eine weitere Verfügung. P. M. WittmannAntworten 0

Im Spruchverfahren gilt ja der Amtsermittlungsgrundsatz. Es kommt also nicht darauf an, dass die Kläger etwas vortragen. Das Gericht muss von Amts wegen weitere Ermittlungen anstellen, wenn das als erforderlich erscheint.
Und nein; Unicredit wurde zunächst aufgefordert, den Kostenvorschuss einzuzahlen. Eine Frist zur Vorlage des Gutachtens enthält der Beschluss des Gerichts aber nicht. VzfK e.V.Antworten 0

Und was wird mit den Ansprüchen auf Nachteilsausgleich?
Der BGH hat ja in seinem Urteil verlangt, dass der Nachteilsausgleich bereits im Beschluss selber zu regeln sei. Das ist hier ja nicht im erforderlichen Umfang geregelt. Wie soll das in das Spruchverfahren kommen? P. M. WittmannAntworten 0

Das Oberlandesgericht scheint ja der Linie des Bundesgerichtshofs zu folgen. Im Urteil vom 26. Juni 2012 (Az. II ZR 30 / 11) wirft der BGH die Frage auf, ob die HVB für die Übertragung des Osteuropageschäfts eine gleichwertige Gegenleistung erhalten hat. Das gibt den Antragstellern in jedem Fall Rückenwind im Spruchverfahren! VzfK e.V.Antworten 0

Vielen Dank für die Information; aber ist auch absehbar, wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist? P. M. WittmannAntworten 0

Hallo P. Wittmann,

das LG München, wo das Spruchverfahren anhängig ist, hat den Ball wieder aufgenommen. Im September hat es den Sachverständigen aufgefordert, zu einer Vielzahl von Bewertungsfragen insbesondere zum Kaufpreis für das Osteuropa-Geschäft Stellung zu nehmen. Spruchverfahren RedaktionAntworten 0

Liebes Spruchverfahren-Direkt-Team,
wie geht es eigentlich weiter mit dem Spruchverfahren? Seit mindestens drei Jahren hat man gar nichts mehr gehört. P. M. WittmannAntworten 0